Warum hört mein Hund nicht auf mich?

Warum hört mein Hund nicht auf mich?

Der Hund hört nicht. Bestimmt kennst du die Situation.

Der Hund hat seine Ohren auf Durchzug geschaltet, und hört einfach nicht auf dich.

Aber mal ganz unter uns:

Hast du dich jemals gefragt, warum dein Hund nicht auf dich hört?

Warum „Pfiffi“ nicht kommt, wenn du ihn rufst?

Oder warum dein Hund zwischenzeitlich schlecht ansprechbar ist?

Oft dann, wenn du es am wenigsten gebrauchen kannst?

Du sagst, er soll die Bellerei lassen.

Aber er macht munter weiter?

Du sagst, er soll sich mal hinsetzen. Jetzt!

Aber es passiert….nichts.

Höchstens die Überlegung, ob eine Andeutung des Sichhinsetzens nicht schon ausreicht?

Wenn er denn überhaupt so freundlich ist, seinen Hunde-Pöter so ganz leicht nach unten zu bewegen?

Wenn dein Hund überhaupt mit dir spricht, läuft das im Kern auf folgende Aussage hinaus:

Hund hört nicht

Einfach Nö.

Dieses „Nö“ kann ziemlich nervig sein.

Aber weißt du was interessant ist?

Wenn der Hund nicht hört, hat das immer einen Grund.

Ja, du hast richtig gelesen.

Immer.

Und den musst du heraus finden.

Die typischsten Ursachen für das Problem „Hund hört nicht“

Wenn dein Hund nicht hört, hat er immer einen Grund dazu

Es gibt keine Ausnahme!

In diesem Artikel zeige ich dir, warum dein Hund nicht hört.

Oder besser gesagt: Warum dein Hund erst recht nicht hört.

Hier erfährst du

die häufigsten 10 Gründe, warum dein Hund nicht hört
warum dein Hund sicher besser hört, als du glaubst, auch wenn er nicht hört
was hilft, damit dein Hund besser und gerne hört

Außerdem lernst du zu verstehen:

Warum dein Hund sogar völlig im Recht damit liegt, wenn er nicht auf dich hören möchte.

Hund hört nicht, hat immer einen Grund

Wenn ein Hund nicht hört, hat er immer Gründe dafür.

Und zwar richtig gute Gründe.

Sogar dann wenn du das völlig anders siehst.

Völlig egal, ober dein Hund…

  • Kommandos ignoriert
  • deinen Rückruf „überhört“
  • nur noch sein Ding macht

Finde heraus warum dein Hund nicht auf dich hört.

Wenn du möchtest, dass dein Hund wirklich auf dich hört, und sich für deine Wünsche und Ansagen interessiert, anstatt sie geflissentlich zu ignorieren, dann musst du genau zwei Dinge tun.

Finde die Ursachen, warum dein Hund nicht hört.
Sorge dafür, dass du ihm diese Gründe nicht (mehr) gibst.

Dann bist und bleibst du interessant, und dein Hund wird gerne auf dich hören.

So einfach ist das!

Du musst nur wissen, warum dein Hund nicht hört

Wenn du nicht weißt, warum dein Hund nicht auf dich hört, hast du auch keine guten Ansätze um das Problem zu lösen.

Andere Leute sind nicht du.
Auch nicht, wenn sie die gleiche Haarfarbe haben.

Andere Hunde sind nicht dein Hund.
Auch nicht, wenn sie die gleiche Rasse sind.
Den größten Fehler den du machen kannst ist, dich an anderen zu orientieren.

10 Gründe, warum dein Hund nicht auf dich hört

Nicht alle Gründe treffen auf dich und deinen Hund zu, aber zu 100 Prozent wirst du nach dem Lesen sehr genau wissen, welche Gründe auf dich und deinen Hund zu treffen.

Ich fange mit dem ersten, häufigsten, und allerwichtigsten Grund an.

1. Dein Hund hört nicht, weil du ständig unerhörtes verlangst.

Viele Menschen verlangen von ihrem Hund Dinge, die ihn zwingen würden, sich unhöflich zu verhalten. Dinge, die ihn selbst in Gefahr bringen würden.

Oder die schlichtweg und einfach sinnlos sind.

Hund hört nicht„, ist dann der völlig falsche Gedanke.

Die Wahrheit ist dann meistens:

Der Hund hört nicht mehr.

Das ist was ganz was anderes, als Hund hört nicht!

Und das ist verdammt wichtig zu wissen!

Ein Hund hört nicht immer einfach so

Ein Hund ist von Natur aus kein Lakai auf vier Beinen.

Zumindest wenn er über einen ungebrochenen Willen verfügt.

Das gilt nicht nur für Hütehunde, wie Collies. Oder Herdenschutzhunde.

Sondern sogar für Nachbars Chihuahua.

Im Ernst:

Manchmal ist es sinnvoller selbstständig zu denken.

Anstatt blind Befehle zu befolgen. Oder jeder Bitte nachzukommen.

Egal von wem sie kommt.

Das ist übrigens nicht nur bei deinem Hund so.

Sondern garantiert auch bei dir.

Nicht hören kann überlebenswichtig sein.

Tacheles!

Ich ruf dich an, während du mit deiner Familie am Tisch sitzt und isst.

Du bist so nett überhaupt ans Telefon zu gehen. Könnte ja wichtig sein.

Ist es auch.

Ganz bestimmt!

Denn ich sage:“ Hi. Hier ist Lina. Ganz kurz: Kannst du mal bitte in den Hörer furzen?“

Also quasi jetzt, wo ihr eh alle am Essenstisch versammelt seid?

Ich will ja schon auch, dass das Timing passt.

Ich setze sogar noch einen drauf, und sage: „Aber dreh dich mal so in Richtung Esstisch. Und mach mal alle Fenster zu.“

Ist wirklich ganz wichtig. Sollen ja alle was von haben.

Du wirst ganz sicher

a) nichts davon tun

und dich

b) fragen, ob ich noch ganz sauber bin

Und…

c) sehr wahrscheinlich, sehr schnell auflegen.

Denn das ist nicht nur sinnlos, sondern auch noch verdammt unhöflich.

Ganz zu schweigen davon, dass ich da gerade „unerhörtes“ von dir verlange.

Und jetzt beantworte mir mal folgende Frage:

Was würdest du tun, wenn ich so was ständig mache?

So fünf Mal am Tag?

Wenn ich dich jetzt ständig anrufe, und immer irgendwie „so was in die Richtung“ von dir will?

Fürze beim Familienessen.

Handstand auf der Autobahn. Immer irgendwie so was.

Sind wir doch mal ehrlich.

Früher oder später wird es auf Folgendes hinaus laufen:

Du wirst garantiert nicht mehr ans Telefon gehen, wenn ich dich anrufe.

Wenn ich dich nun tausend Mal anrufe, und du nie ans Telefon gehst… Dann kann ich natürlich sagen:

Du hörst nicht.

Wir müssen deinen Gehorsam verbessern.

Du bist unhöflich.

Unkooperativ.

Das ist eine Möglichkeit.

Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit.

Die wäre, mich selbst zu fragen, ob ich vielleicht irgendwie ein bisschen dazu beigetragen habe, dass du „jetzt nicht mehr so gerne“ mit mir sprechen möchtest.

Also natürlich wirklich nur ein kleines bisschen.

Interessant ist…

Bei Hunden wählen die allermeisten Möglichkeit Nr. 1!

Und zwar ohne mit der Wimper zu zucken.

Grenzen

sind normal.

Auch Hunde haben gesunde Grenzen.

Nerve ich dich ständig, gehst du irgendwann nicht mehr ans Telefon.

Das gleiche passiert beim Hund.

Am Anfang reagiert er noch.

Dann legt er einfach auf.

Und irgendwann geht er überhaupt nicht mal mehr ans Telefon, wenn du ihn anrufst.

Das ist schlecht. Übertreibst du es bei deinem Hund mit den „Bitte-um-Furz-Anrufen“, wird er irgendwann aus Prinzip nicht mehr für dich erreichbar sein.

Er ist dann für alles und jeden erreichbar.

Aber garantiert nicht für dich.

Und wenn wir mal ehrlich sind: Dann hat das völlig nachvollziehbare Gründe.

Übertreibe es bei deinem Hund deshalb nicht mit den „Bitte-um-Furz-Anrufen“.😉

Konkretes Beispiel:

Du willst in die Tierarztpraxis. Rechts hinter der Tür liegt ein Hund.

Der droht deinem Hund schon. Nur durch Blickkontakt.

Dein Hund sieht das.

Er möchte da weder rein platzen, noch besonders eng dran vorbei gehen. Du bist ehrlich verwundert, dass er nicht brav bei Fuß hereinspaziert.

Ich meine….

Wie lange sollst du die Tür noch auf halten?

Ist klar!

Aber… wenn du das mal aus Sicht deines Hundes siehst?

„Hund hört nicht“ ist da relativ.

2. Du betreibst Laissez-Faire-Hundeerziehung.

Und weißt es vielleicht gar nicht.

Das witzige ist, dass viele ihre Hundeerziehung in Richtung Laissez-Faire ausrichten, ohne es zu wissen.

Und ohne es zu wollen.

Kurze Erklärung: Laissez-Faire ist eine Art Kinder oder Hunde zu erziehen, ohne sie direkt zu erziehen. Heißt, du tust einfach nichts. Du greifst überhaupt nicht und nirgends ein. Das Pippi-Langstrumpf-Modell in der Hundeerziehung.

Konkrete Beispiele:

  • Ein anderer Hund kommt. Du tust nichts. Sollen die das doch unter sich regeln.
  • Dein Hund rennt weg. Du tust nichts. Er wird schon wissen, wann er wieder kommen will.

Die Idee dahinter ist oft:

Der Hund soll ja seine Freiheiten haben.

Freiheiten sind wichtig. Absolut!

Allerdings muss man aufpassen, dass aus den Freiheiten bei genauerem Hinsehen nicht einfach ein „Sich-selbst-überlassen“ geworden ist.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen

  • „Sich-selbst-Überlassen-werden“
  • „Sich-aufeinander-verlassen-können“

Wenn du möchtest, dass dein Hund auf dich hört, muss er merken, dass er sich auf dich verlassen kann.

Immer. Nicht nur am Montag. 😉

3. Du lässt deinen Hund alles selbst regeln.

Theoretisch kannst du deinem Hund alle Freiheiten der Welt geben.

Praktisch läuft es darauf hinaus, dass er in vielen Situationen komplett auf sich alleine gestellt ist.

Er lernt nicht, dass er alles selbst regeln kann, sondern alles selbst regeln muss.

Das Problem ist, dass Hunde in der Zeit, wo sie alles regeln, auch schnell das Gefühl bekommen, auf sich alleine gestellt zu sein.

In einer Welt, die ihnen fremd ist, und in der so vieles passiert, was aus Hundesicht nicht wirklich gut regelbar ist.

Das ist auf Dauer für keinen Hund wirklich cool.

4. Du hast kein Vertrauen zum Hund aufgebaut

Eine recht häufige Ursache für „schlechten“ Gehorsam liegt ganz einfach darin, dass der Hund uns nicht als absolut vertrauenswürdig wahrnimmt.

Im Gegenteil. Oft wirken wir Menschen auf den Hund völlig unberechenbar.

Ohne, dass uns das bewusst ist.

Wir sind so damit beschäftigt, den Hund durch die Gegend zu kommandieren, zu, ziehen, zu zerren, zu trainieren oder zu dressieren, dass wir die aller einfachsten Sachen nicht berücksichtigen.

Wir nehmen die Welt wahr, wie wir Menschen sie halt wahrnehmen.

Das ist total natürlich.

Allerdings übersehen wir dabei, wie der Hund die Welt wahrnimmt.

Dabei ist das so verdammt wichtig.

Wenn du nur an das Beispiel von oben in der Tierarztpraxis denkst….

Dann bekommst du eine Vorstellung davon, warum Hunde, mit denen „aus Versehen“ so umgegangen wird, erst recht nicht hören.

Und warum wir als Mensch, dann auch nicht vertrauenswürdig wirken.

Obwohl wir das so gerne würden.

Deshalb ist es unglaublich wichtig, Vertrauen zum Hund aufzubauen.

5. Du bist unsicher im Umgang mit dem Hund.

Hunde sind nicht nur intelligent. Sondern auch sensibel und feinfühlig.

Sie nehmen jede Unklarheit, und jede Unsicherheit wahr.

Je sensibler der Hund, desto eher bist du absolut chancenlos, wenn du ihm auch nur irgendwas vormachen willst.

Das führt immer auch dazu, dass der Hund selbstständig denkt und eigenständig handelt.

Und zwar genau so, wie er es für richtig hält. Egal ob dir das gefällt.

Oder ob euch das, was daraus folgt, Probleme macht.

Besonders introvertierte und feinfühlige Menschen tun sich hier oft schwer.

In vielen Bereichen, die für Hunde wichtig sind, haben sie das aller höchste Potenzial. Aber sie sind naturgemäß leichter zu verunsichern.

Das kann dann ein Problem werden.

6. Du machst nur Tauschgeschäfte.

Ich bin immer wieder empört darüber, wie viele Menschen mit ihren Hunden nur so eine Art erweiterte „Geschäftsbeziehung“ aufgebaut haben.

Der Mensch ist dann nicht interessant, sondern macht sich interessant.

Wichtig ist dem Hund dann, was er als Gegenleistung bekommt.

Bis dann der Tag kommt, an dem Pfiffi groß ist.

Plus irgendwas, was interessanter oder wichtiger ist, als deine Leckerlis.

Was machst du, wenn der Hase einfach interessanter ist, als deine Belohnung.

Oder Pfiffi der Meinung ist: Doch… Nachbarshund muss jetzt verprügelt werden. Erst DANACH möchte er deine Leckerlis?

Dein Job ist es dann lebenslänglich das beste und größte Tauschgeschäft zu sein.

Und ihn chronisch in einer Abhängigkeit zu halten. Sonst hört der Hund nicht.

Die Alternative? Eine authentische freundschaftliche Beziehung, die auf Achtsamkeit und Respekt beruht. Nicht auf Bestechung, und endloser Kontrolle mit Tauschgeschäften.

Sei Freund. Nicht Dealer.

7. Du verwechselt Hundeerziehung mit Guantanamo.

Guantanamo hat noch niemandem geschadet.

Meine Oma hat schon immer gesagt: „Ein bisschen Folter versüßt den Tag.“

Nein, Quatsch! Das hat sie natürlich nie gesagt.

Geschichten wie Unterordnung, Wurfketten, Hundebox und Co sind bei genauerem Hinsehen gar nicht so weit entfernt von Foltermitteln.

Hunde und Wölfe gehen so niemals miteinander um. Selbst Erzfeinde werden lieber ignoriert, als irgendwie auch nur annähernd systematisch gefoltert.

Das ist wirklich so ein Menschen-Ding.

Viele Menschen verwechseln Angst mit Respekt.

Es gibt einen großen Unterschied zwischen:

  • einem Hund der in seiner vollen Größe gerne hört
  • einem Hund, der diese Größe nicht mehr hat, und nur deshalb hört

Gebrochene oder abhängige Hunde hören. Aber nur so lange, bis sie aus ihrer Blase heraus kommen. Und dann wird’s richtig unschön.

Es gibt Menschen, die in ihrer Persönlichkeit so strukturiert sind, dass sie Freude und Genugtuung empfinden, wenn sie andere unterdrücken.

Für diese Menschen ist das der richtige Weg. Sie brauchen das für sich und ihr Ego.

Was da passiert ist weder menschlich, noch wölfisch. Oder hündisch.

Wenn du dich nicht groß fühlst, wenn du andere klein machst, dann gibt es keinen Grund den Gehorsam deines Hundes zu erzwingen.

Alles was du anwendest, um deinen Hund einzuschüchtern, zu bedrohen, oder zu erschrecken hält ihn klein. Er hört dann nur wenn er es muss, und auch nur so lange er klein gehalten wird.

Erziehung die auf Respekt beruht, passiert nicht in Guantanamo.

Die Lösung für einen gut erzogenen Hund, der gerne hört, und nie gefährlich wird ist immer: Gegenseitiger Respekt.

Nicht Guantanamo.

Nein, auch nicht in deinem Wohnzimmer!

8. Dein Hund versteht dich einfach nicht.

Nicht jeder Mensch, dessen Hund nicht hört, lebt mit seinem Hund in Guantanamo. Oder in einer „Geschäftsbeziehung“.

Häufig scheitert es schon an der Wurzel.

Du verstehst deinen Hund nicht.

Dein Hund versteht dich nicht.

Summa summarum:

Ihr versteht euch nicht.

Wenn ihr euch nicht versteht, ist es völlig normal, dass manches nicht läuft.

Du kannst nicht auf das reagieren, was dein Hund sagt.

Weil du ihn nicht verstehst.

Dein Hund kann gar nicht auf dich reagieren. Weil er dich überhaupt nicht versteht.

Das ist zusammen mit Grund Nummer 1 die häufigste Ursache, warum ein Hund „schlecht hört.“

9. Du hast keine gute Bindung aufgebaut

Hunden lieben sichere und vertrauensvolle Beziehungen.

Wenn du eine gute Bindung zu deinem Hund aufgebaut hast, wirst du wissen was deinen Hund beschäftigt.

Du wirst ein Gefühl dafür bekommen, was dein Hund brauch. Oder was er für ein Problem hat, wenn er mal nicht auf dich hört.

10. Dein Hund hat einfach ein ganz anderes Problem.

Zum Schluss noch ein ganz wichtiger Grund.

Für die meisten Hunde, die nicht hören, treffen die oben genannten Gründe zu.

Und zwar nicht einzeln. Sondern vermischt.

Manche Menschen haben aber ein ganz anderes Problem mit ihrem Hund.

Und wissen es nicht.

Manche Ursachen haben nichts mit dem Gehorsam des Hundes zu tun

Manche Menschen merken:

Okay, der Hund hört nicht.

Er funktioniert irgendwie nicht.

Sie fangen dann an, wie verrückt nach der Lösung des Problems zu suchen, das sie wahrnehmen.

Wahrnehmen!

Nicht zwangsläufig für das Problem, welches sie wirklich haben.

Sie nehmen wahr:

  • Hund hört nicht
  • Hund bellt, wenn er es nicht soll
  • Hund ist schlecht ansprechbar

Manchmal haben diese Menschen einen absolut gut hörenden Hund.

Der Hund funktioniert aber nicht, weil er ein ganz anderes Problem hat.

Hund hört nicht ist hier gar nicht das Problem

Es gibt Probleme, die ein Hund haben kann, die überhaupt rein gar nichts damit zu tun haben, wie gut der Hund hört.

Auch wenn der Hund nicht hört.

Ein hyperaktiver Hund nimmt die Welt (und dich) zum Beispiel ganz anders wahr.

Hunde ohne echten mangelnden Gehorsam

Manche Hunde haben und hatten noch nie ein Problem in diese Richtung.

Daraus wird oft aus Versehen ein „Hund hört nicht“.

Das gilt absolut für…

chronisch gestresste Hunde
Hyperaktive Hunde
Hunde, die sich unruhig verhalten oder überdrehen
Hochsensible Hunde
oder einen Hund mit erhöhter Sensiblität

Und noch viele weitere Probleme.

So hört der Hund trotzdem besser

Hast du ein anderes Problem, sieht es oft wie folgt aus:

Dein Hund möchte hören. Er kann es aber nicht richtig. Er reagiert immer nur kurz.

Willst du, dass dein Hund gerne auf dich hört, merke dir unbedingt Folgendes:

So verbessert sich der Gehorsam

Bei diesen Problemen sollte man sich die Frage stellen, woher sie kommen, und wie man mit den Problemen umgehen kann.
Nicht, wie man den Gehorsam verbessert.
Verschwindet das Problem, hört der Hund automatisch besser.
Erst dann!
Weil der Gehorsam nie sein Problem war.
Höchstens ein „Symptom“.

Fazit

Wenn du möchtest, dass dein Hund auf dich hört, musst du dich immer zuerst fragen, warum er nicht auf dich hört.

Hört dein Hund nicht, hat das immer Gründe. Die musst du ganz sicher kennen.

Du darfst dabei nicht von zwölf bis mittags denken. Selbst dein Hund denkt weiter.

Und noch was: Vergiss, was ich über meine Oma gesagt habe.

Tatsächlich hat sie immer gesagt: Der Hund ist der beste Freund des Menschen.

Wenn du möchtest, dass dein Hund auf dich hört, reicht es nicht aus, dieses Motto zu liken. Oder es sich auf die Heckscheibe zu schreiben.

Du musst es ganz einfach leben.

Möchtest du mit deinem Hund unterstützt werden?

Wenn du dir wünscht, dass dein Hund besser hört, kann ich dich dabei unterstützen. Meine Angebote findest du hier.

Wer schreibt hier?

Hund hört nicht - Ursachen und Tipps für mehr Gehorsam

Hi. Ich bin Lina.
Hundepsychologin & Hundetrainerin.

Seit 11+ Jahren helfe ich Menschen dabei ihre Hunde besser zu verstehen.

In meinem Blog gebe ich dir Infos und Tipps zu allen Themen, die dich mit deinem Hund bewegen.

Hat dir der Artikel gefallen?

Oder hast du Fragen?

Dann freue ich mich, wenn du einen Kommentar hinterlässt.

4 Kommentare zu „Warum hört mein Hund nicht auf mich?“

  1. Simone mit Charlie

    Hallo Lina,
    ich bin eben auf deine Seite gestoßen. Ich bin immer bereit, den Fehler „am anderen – also meinem – Ende der Leine“ zu suchen. Auch wenn mir klar ist, dass ich ganz offensichtlich noch nicht geschafft hab, meiner Fellnase in der jeweiligen Situation echte Sicherheit zu vermitteln, weiß ich eben nicht automatisch, wie mir das gelingt. Du schreibst mir aus dem Herzen und hast ganz wunderbar aufgezeigt, dass man eben nicht nur die Situation betrachten darf. Die meisten Dinge sind mir klar gewesen, aber natürlich nicht immer im Bewusstsein und schon gar nicht immer im richtige Moment umgesetzt. Und wer denkt schon zuhause beim „jetzt hab ich keine Zeit für dich“ an die Vertrauensbasis für die nächste Hundebegegnun … Ab jetzt tu ich das wieder verstärkt. Danke dafür. Man liest wirklich viel, wenn man bereit ist, zu lernen, aber selten trifft es jemand so auf den Punkt, wie ich beim Lesen Deiner Tips empfinde. Weiter so, ich freu mich auf die Newsletter (wo ich schon soooooo viele andere Hundekennermails wieder abgemeldet habe).
    Alles Gute für Dich und deine Fellnase(n).

    1. Hallo Simone,

      vielen Dank für deinen Kommentar!

      Ja, es ist wirklich gar nicht so einfach. Oft konzentrieren die Menschen sich auf EIN bestimmtes Verhalten, was sie bitte unbedingt wegkonditionieren möchten.
      Wenn man sieht, wie Hunde sich aufführen können, ist das erstmal absolut verständlich.
      Was viele nicht wissen ist eben, dass genau DAS eben das Problem sein kann.
      Und gerade was den Gehorsam betrifft: Wie gesagt, ich kann es nicht oft genug sagen:
      Sei interessant. Und mach dich nicht interessant. Immer. Nicht nur heute, weil irgendwas nicht funktioniert hat. Der Hund hat ja auch nicht nur heute Gefühle. 😉
      Da geht’s dann nicht um: Wie kann ich den Hund dazu bringen, mehr auf mich zu hören (?)….
      Sondern darum, sich für den Hund zu interessieren. Die Welt in seinen Augen wahrzunehmen. Ihn zu verstehen. Und aus seiner Sicht sinnvoll zu führen oder zu begleiten.
      Zu führen. Nicht zu füttern. Das macht dich automatisch vertrauenswürdig.
      Hunde nehmen es da sehr genau.

      Viele liebe Grüße

      und bis zum nächsten Newsletter

      Lina

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