Hund Vertrauen aufbauen - 10 Tipps wie du mehr Vertrauen zum Hund aufbauen kannst

10 Tipps – Wie dein Hund Vertrauen aufbauen kann

Vertrauen zum Hund aufbauen.

Wie geht das am besten?

Fragst du dich, was du tun kannst, um das Vertrauen von deinem Hund zu gewinnen?

Ich zeige dir worauf es ankommt, damit dein Hund dir immer mehr sein Vertrauen schenkt.

Weißt du was total interessant ist?

Viele denken immer darüber nach, wie sie das Vertrauen ihres Hundes gewinnen.

Wichtig ist aber nicht nur Vertrauen zum Hund aufzubauen, sondern vor allen Dingen dafür zu sorgen, dass das auch wirklich so bleibt.

Es ist wie wenn man heiratet.

Schön, wenn man mal so weit ist.

Damit alles so bleibt muss man aber auch was für tun. 😉

Wie du das Vertrauen deines Hundes gewinnst

Hier erfährst du

was dein Hund brauch, damit er echtes Vertrauen aufbauen kann
wie du dich richtig verhältst, damit dein Hund dir noch mehr vertraut
womit du das Vertrauen von deinem Hund zerstörst
was du tun kannst, damit dein Hund dir lebenslang vertraut

Tiefes Vertrauen zum Hund braucht Zeit

„Vertrauen ist wie eine Pflanze.“

Kennst du den Spruch? Bestimmt.

So abgedroschen es auch klingt: Da ist ganz einfach was dran.

Erstes Grundvertrauen baut der Hund meistens schnell auf. Gefühl ab Tag eins. Oder Tag zwei.

Aber tiefes Vertrauen, so dass ihr euch immer aufeinander verlassen könnt brauch wirklich Monate, und in manchen Fällen Jahre.

Genau auf diese Art von Vertrauen kommt es an, wenn du dich auf deinen Hund sicher verlassen möchtest.

Egal wo du dich mit deinem Hund befindest.

Egal wen oder auf was ihr trefft.

Mach (dir) keinen Druck.

Du musst dir also keinen Stress machen, wenn du das Gefühl hast, irgendwas läuft nicht.
Oder vertrauenstechnisch wäre durchaus Luft nach oben.
So lange du dir Zeit lässt, und die „Vertrauenspflanze“ gut pflegst, hast du gute Chancen das echte Vertrauen deines Hundes zu gewinnen.

Was wichtig ist, damit dein Hund Vertrauen aufbaut

Es gibt keinen Trick, oder die perfekte Erziehungsmethode, mit der man innerhalb von wenigen Tagen oder Wochen „das perfekte Vertrauen“ zum Hund aufgebaut hat.
Aber viele Erziehungsmethoden, die den Hund zum Funktionieren bringen.


Das Resultat eines dressierten oder unterdrückten Hundes wird dann oft mit Vertrauen verwechselt. Weil funktioniert ja irgendwie.

Merke dir also

Vertrauen ist schnell zerstört. Aber nur langsam wieder aufgebaut.
Echtes Vertrauen ist solide und brauch seine Zeit.
Es gibt einen großen Unterschied, zwischen einem Hund der funktioniert, und einem Hund, der seinem Menschen vertraut. Und funktioniert. 😉

Eigentlich gewinnt man das Vertrauen des Hundes nicht durch Tipps.

Ganz wichtig!

Die meisten sind immer auf der Suche nach einem Masterplan.

Oder dem ultimativen Tipp zur Hundeerziehung.

Man will ja alles richtig machen.

Aber genau das ist meistens das Problem.

Die meisten Probleme mit dem Hund entstehen dadurch, dass Menschen Handlungsanweisungen befolgen, von denen sie die Auswirkungen gar nicht so genau kennen.

Ich gebe dir keine Tipps oder stupiden Handlungsanweisungen.

Sondern Hilfe zur Selbsthilfe.

Nur wenn du selbst einen guten Blick dafür bekommst, was dir und deinem Hund gut tut, wird er Vertrauen zu dir aufbauen.

10 Tipps, damit dein Hund dir vertraut

1. Liebevoller Umgang first!

Nicht nur first.

Ich meine very first!

Wenn mir eines immer wieder auffällt, dann die Tatsache, dass viele Menschen gar nicht so liebevoll mit ihrem Hund umgehen, wie sie glauben.

Ein Leinenruck hier, ein „Schimpferle“ dort, und tja…

Was soll man auch machen, wenn „Lieblingshund“ nicht weiter will, und man es verdammt nochmal eilig hat?

Spätestens dann wird „Lieblingshund“ halt durch die Gegend gezerrt.

Geht ganz gut. Mit der Leine. Aber ohne… egal. Nicht drüber nachdenken.

Je kleiner der Hund desto einfacher geht das ja auch.

So entsteht ein ständiges Kräftemessen. Aber kein echtes Vertrauen.

Das geht mit einem Chihuahua.

Mit dem Labrador wird es schon deutlich anstrengender. 💪

Bei einem riesengroßen über 70 Kilo schweren Leonberger ist dann zwangsläufig Schluss. Da muss man sich was anderes überlegen.

Du ahnst es bestimmt.

Nicht nur der Mensch leidet darunter. Sondern auch der Hund. So entsteht ständiges Kräftemessen.

Ich sage deshalb immer:

Kann man machen.

Läuft halt auf gegenseitige Ignoranz hinaus, die irgendwann chronisch wird.

Will man genau das nicht, dann muss man sich ganz anders mit dem Hund auseinandersetzen.

Damit was er fühlt, und wie er die Welt wahrnimmt.

Nur dann baut der Hund echtes Vertrauen auf.

Viele Menschen leben eher neben ihren Hunden her, als mit ihnen zusammen.

Ist wie bei manchen Ehepaaren.

Man lebt halt noch zusammen.

So ist das ja nicht.

Aber viel mehr ist da nicht.

Wenn du das Vertrauen deines Hundes gewinnen (und behalten) möchtest, dann solltest du ihn grundsätzlich liebevoll behandeln.

Mein Rat? Wenn du überzeugt davon bist, dass du deinen Hund liebevoll behandelst, dann überlege wo du ihn noch liebevoller behandeln kannst.

Frage dich, was dein Hund fühlt. Was er von dir brauch.

Und ob du ihm wirklich alles gibst, was er brauch.

2. Zuhören, und zwar richtig! (Wie in der Ehe…)

Ja, ich weiß. Klingt merkwürdig. Ist aber die Wahrheit.

Ich hab da mal „Erkundigungen“ eingezogen. 😁

Die Scheidungsrate in Deutschland beträgt ungefähr 40%.

Laut dem auf glückliche Paare spezialisierten Psychologen John Gottman liegt der Hauptgrund dafür gar nicht in „unüberbrückbaren Differenzen. Wie in Scheidungsurteilen oft angegeben.

Der Grund dafür ist noch viel profaner!

Er liegt in gescheiterter Kommunikation.

Die geht nämlich den „Differenzen voraus.“ Immer!

Er hat sogar ein Modell entwickelt, mit dem er Trennungen anhand des Kommunikationsstils vorhersagen kann.

Keine Angst. Zum Glück „sind Hunde da nicht so“.

Die bleiben quasi unglücklich „zwangsverheiratet“. 😁

Wer die Papiere hat, hat den Hund. Und das bleibt so. Fertig.

Wenn du jetzt beruhigt bist, weil dein Hund sich nicht scheiden lassen wird, und die Leine funktioniert, können wir das so stehen lassen.

Aber wenn du möchtest, dass dein Hund Vertrauen aufbaut, und sich freiwillig an dir orientiert, musst du dafür sorgen, dass ihr euch versteht.

Und dass ihr vernünftig auf Augenhöhe miteinander kommuniziert.

Niemand sollte das Gefühl haben auf taube Ohren zu stoßen.

Du nicht. Aber ganz wichtig:

Dein Hund auch nicht.

Nur Hunde die verstanden werden, und in ihren Menschen ein erreichbares Gegenüber wahrnehmen bauen echtes Vertrauen auf.

3. Dein Hund wird dir erst vertrauen, wenn du ihn verstehst.

Spätestens jetzt weißt du, wie unglaublich wichtig es ist, den Hund zu verstehen.

Hunde fühlen alles. Wut, Angst, Freude, Unsicherheit. Sogar Trauer.

In dieser Hinsicht sind sie wie wir Menschen. Aber! Sie denken anders. Und sie sprechen anders.

Weil dein Hund anders spricht, musst du ihn verstehen lernen.

Und zwar genauestens!

Viele Menschen leben eher neben ihren Hunden her, als mit ihnen zusammen.

Das ist wirklich wie mit Ehepaaren.

Kleines Beispiel:

Nennen wir sie mal Walter und Elise.

Elise:

„Wo der Walter is?

Ick hab ehrlich keene Ahnung.

Ick wusste jar nich, dass der schon wieda weg is.

Watt soll’s.

Is mir auch piep ejal.

Ick diskutier da ja nich mehr.

Seit zwanzig Jahren schon nich mehr.

Nur wo mein Jeltbeudel is würde ich jerne mal wissen. Der hat joar nischt jesagt, der Walter.“

(Vielleicht hat er schon was gesagt. Vielleicht hört sie ihm aber „joar nisch“ zu.)😊

Was ich bei Hunden oft beobachte, dass sie alles erdenkliche versuchen, um mit ihren Menschen in Kontakt zu kommen. Aber die verstehen den Hund nicht.

Heraus kommt das gleiche, wie bei Walters liebreizender Elise.

Es funktioniert (irgendwie).

Aber irgendwie auch nicht. Das ist nicht nur bei Menschen so.

Möchtest du, dass dein Hund Vertrauen aufbauen kann, solltest du dich von „Walter und Elise“ inspirieren lassen. Aber nicht im positiven Sinne! 😁

4. Zwing deinem Hund nichts auf.

Folgender Sachverhalt.

Natürlich wieder bei Elise.

„Ick bin janz ehrlich. Der Suse ihre Haare würde ich jerne mal betüdeln. Die sind nämlich so schön. Sooo schön. Ick komm joar nich mehr klar! Ditt Problem is nur… Die will nich so jerne, die Suse!“

Na datt jeht ja mal jar nich, oder!? 😁

Nee. Mal ganz im Ernst:

Was schlägst du vor?

Vermutlich, dass man die Finger von „der Suse ihre Haare“ lassen sollte. Egal wie toll die sind.

Genau so ist es bei Hunden.

Will dein Hund nicht gestreichelt werden, lass einfach gut sein.

Egal von wem.

Das gleiche gilt auch für andere Situationen.

Für Situationen, die dein Hund nicht mag, oder vor denen er sogar Angst hat.

Willst du das Vertrauen deines Hundes gewinnen, ist die Voraussetzung dafür, dass du ihm nichts aufzwingst.

Weder Hunde, noch Wölfe haben für so was Verständnis.

Und Suse auch nicht. 😉

5. Schüchtere deinen Hund niemals ein.

Schüchterst du deinen Hund ein, funktioniert er (erstmal). Nicht weil er dir vertraut, sondern ganz einfach, weil er Angst vor dir hat. Dazu gehört so viel mehr, als man auf den ersten Blick annimmt.

Ein Hund der immer wieder eingeschüchtert wird, verliert nicht nur das Vertrauen zum Menschen. Sondern auch sein Selbstvertrauen.

6. Mach keinen auf „Rudelführer“.

Was Hunde brauchen? Ist doch klar. Rütteldosen, Spritzpistolen, Leinenruck, Rippen zwicken.

Vor allen Dingen brauchen sie einen gescheiten Führer. Sonst nix.

Am besten ignoriert man den Hund den ganzen Tag lang. Sonst fühlt der sich noch wichtig.

Immer wieder werden“Unterordnungstaktiken“ als sinnvoll erachtet, weil das doch bei Wölfen und Hunden genau so läuft.

Dabei gilt es als wissenschaftlich erwiesen, dass es das dominierende Alphatier bei Hunden und Wölfen nicht gibt.

Und nie gab!

Wichtig für dich ist nicht die Frage, wie das wissenschaftlich aussieht.

Oder ob Hunde mit Wurfketten erschrecken, denn überhaupt noch „wölfisch ist“.

Sonder nur:

Was für eine Art von Beziehung möchtest du mit deinem Hund aufbauen?

Eine bei der dein Hund vor sich hin funktioniert? Weil er eingeschüchtert ist? Weil er Angst vor dir hat, und chronisch klein gehalten wird? Oder möchtest du, dass dein Hund dir vertraut? Wenn du möchtest, dass dein Hund sich entspannt (nicht gebrochen!) im Alltag bewegt, und sich freiwillig an dir orientiert, dann denk nicht mal dran. Folgende Wörter kannst du dann aus deinem Wortschatz streichen.

Alpha. Dominanz. Rudelführer. Unterordnung. Chef.

Alpha- und Dominanztheorien sind nicht nur völliger Quatsch.

Sondern jeder Schritt in diese Richtung zerstört das Vertrauen deines Hundes in Sekundenschnelle.

Und wie war das noch mit dem Vertrauen wieder aufbauen?

7. Vertrauen zum Hund aufbauen geht nicht mit Leckerlis.

Immer wieder wird verbreitet, Hundetraining das auf Belohnung basiert „stärkt das Vertrauen“.

Ich sage immer: Vertrauen zum Kunden, ist der Grund warum Frauen sehr gerne auf dem Kiez arbeiten. Je mehr Geld, desto höher das Vertrauen.

Kein Geld heißt dann aber auch: Keine Zeit für die Kunden.

Also Geld weg gleich Vertrauen weg? Oder wie?

Sorry, dass ich da so ehrlich bin.

Hundetraining mit „positiver Verstärkung“ hält Vertrauen auf Sparflamme.

Wie du auf der Über-Mich-Seite lesen kannst: Ich selbst bin vor vielen Jahren dem Irrglauben aufgesessen, Leckerlis zur „Verhaltensbildung und Verhaltenskorrektur“ seien ein gutes Mittel um Hunde liebevoll zu trainieren.

Klar ist es ein Unterschied ob du deinen Hund mit etwas bewirfst, oder ihm Leckerlis gibst.

Aber das System ist das Gleiche. Keine Kommunikation. Aber Kommandos. Was vom Hund kommt ist egal. Wichtig ist nur, wie er sich bewegt. Alles was er sagt wird ignoriert.

Es gibt nur „feiner Hund“ und „ich ignorier dich, wenn du was falsch machst“.

Beim „positiven Hundetraining“ wird der Hund zwar nicht aktiv verunsichert.

Aber passiv.

Denn gar nicht auf die natürliche Kommunkation des Hundes zu reagieren, ist auch eine Form der Verunsicherung. Die brauch man, weil ein Hund der weder unsicher, noch leckerliabhängig ist, nur bedingt „kooperiert“.

Sogenannte „trainingsfreudige“ Hunde (die eigentlich abhängig sind) machen, was der Mensch von ihm will.

Aber nur wegen der Belohnung. Der Hund rechnet sich aus, was sich lohnt, und was nicht.

Wenn sich was nicht lohnt hast du verloren. Echtes Vertrauen entsteht so nicht.

Nur immer ein Tauschgeschäft. Wie auf dem Kiez halt.

8. Zeige deinem Hund, dass er dazu gehört.

Hunde sind keine Influencer!

Sie wollen keine Likes und Follower, sondern echte und nachhaltige Aufmerksamkeit. Sie wollen vertrauensvolle Beziehungen, auf die sie sich verlassen können.

Zeig deinem Hund immer, dass er dazugehört.

Ein Hund der „tausend Tabuzonen“ hat und rumkommandiert wird, fühlt sich nicht dazugehörig. Sondern gegängelt. Das ist nicht nur die beste Voraussetzung für Probleme, sondern hindert ihn daran Vertrauen zum Menschen aufzubauen.

9. Was Vertrauen zwischen Hund und Mensch stärkt? Zuneigung!

Zuneigung ist wichtig. Und sie darf auch gerne gezeigt werden.

Ich rede nicht von „über den Kopf streicheln“, weil Pfiffi gerade fein war. Sondern von Zuneigung zeigen, weil’s schön ist. Weil du deinen Hund einfach lieb hast.

So machen Hunde das auch.

Untereinander. Und mit ihren Menschen.

Zeig, deinem Hund ehrliche Zuneigung. Es gibt viele Möglichkeiten das zu tun.

Das müssen keine großen Dinger sein.

Es kommt auf die Kleinigkeiten an. Die Streicheleinlage beim Spaziergang, Kontaktliegen auf dem Sofa. Mal ein kleines Geschenk. Vielleicht ein Knochen. Egal was. Je nach dem was dein Hund mag, und worüber er sich freut. Einfach echte Aufmerksamkeit, die dem Hund das Gefühl gibt, dass er dir wichtig ist.

In einem Rudel voller Wölfe oder Hunde ist grundsätzlich jeder wichtig. Es sei denn, er gehört nicht dazu.

Oder ist kurz davor „gegangen zu werden“. Jedenfalls sparen Hund (und Wolf) nicht damit, Familienmitgliedern Zuneigung entgegen zubringen.

Wer sich lieb hat, teilt sich sogar sein Zeug!

Follower und Likes aus anderen Wolfsrudeln brauchen die nicht. Die verteilen ihre Likes untereinander. Und sind ihre eigenen Follower.

10. Zeig deinem Hund, dass er dir vertrauen kann.

Es gibt viele Gründe für einen Hund dem Menschen zu vertrauen. Aber eben auch viele genau das nicht zu tun.

Das Hauptproblem besteht meistens darin, dass Hund und Mensch sich nicht richtig verstehen. Es ist wie bei Menschen. Man muss sich verstehen, um sich wirklich vertrauen zu können.

Übrigens: Nur weil man sich versteht, heißt das immer noch nicht, dass man sich auch vertraut.

Fazit:

Gib deinem Hund die richtigen Gründe, und er wird automatisch Vertrauen zu dir aufbauen. Achte darauf, dass du ihn zu nichts zwingst, und ihm immer das Gefühl gibst für ihn da und erreichbar zu sein. Zeige ihm ehrlich, wie sehr du ihn lieb hast. Und achte immer auf seine Signale. Kurzum:

Mach einfach alles dafür, damit dein Hund Vertrauen zu dir aufbauen kann.

Und ganz wichtig:

Mache das nicht durch oben genannte „Aussetzer“ zu nichte.

Denn wie du weißt:

Vertrauen ist schnell zerstört. Aber umso langsamer wieder aufgebaut.

Vergiss das nie.

Freue dich über das Vertrauen, das dein Hund dir jetzt schon entgegenbringt.

Da ist noch Luft nach oben? Dann weißt du ja jetzt, was du tun kannst, damit dein Hund noch mehr Vertrauen zu dir aufbaut. 😉

Wenn du dir den Expertenblick von außen wünscht, der mit dir zusammen schaut, was dich und deinen Hund ausmacht (und worin ihr besser werden dürft), kannst du mal schauen, ob mein Coaching für dich hilfreich ist.

Wer schreibt hier?

Hi. Ich bin Lina.
Hundepsychologin & Hundetrainerin.

Seit 11+ Jahren helfe ich Menschen dabei ihre Hunde besser zu verstehen.

In meinem Blog gebe ich dir Infos und Tipps zu allen Themen, die dich mit deinem Hund bewegen.

Hast du eine Frage?

Dann schreib mir einen Kommentar.

15 Kommentare zu „Wie dein Hund Vertrauen aufbauen kann“

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  2. Hallo Lina,
    Wir haben seit 2 jahren einen Boxerrüden (er kam mit 12 Wochen zu uns), und ich habe leider immer noch nicht das Gefühl, dass er mir vertraut, obwohl ich praktisch den ganzen tag mit ihm verbringe. Zu Hause und bei mir in der Praxis (ich nehme ihn mit, ist nur halbtags) wirkt er absolut entspannt, aber sobald wir beim Spaziergang unser Wohngebiet verlassen, ist er wie auf Rasierklingen unterwegs, wirkt gestresst und hat auch Angst vor anderen Rüden (jedenfalls stellt er sofort den Kamm auf, knurrt und geht voll in die Leine). Ich versuche natürlich mein Bestes, um ihm zu signalisiren, dass er bei mir sicher ist und dass er mich umgekehrt auch nicht zu beschützen braucht. Aber irgendwie bekomme ich das seit über einem jahr gar nicht „in den Griff“ bzw verbessert. Es ist so frustrierend. Zu Hause ist er so goldig, ruhig, orientiert sich gut an mir und meinem Mann, kuschelt sich nachts an mich ran, aber er scheint SOLCHEN Stress zu haben draußen, ich komme da gar nicht mit ihm in Kontakt. Ich kann ihn auch gar nicht mehr von der (Schlepp-)Leine lassen, weil er auf Rückruf überhaupt nicht hören würde. Hast Du außer Geduld (ist auch ein „heißes“ Alter beim Boxer, ich weiß) noch einen Tipp?

    1. Hallo Charlotte,

      was du schreibst klingt nicht nach einem Vertrauensproblem. Sondern nach: Auch ein Vertrauensproblem. (Und vor allen Dingen andere 😉). Es sind typische Hauptgründe, warum die Menschen zu mir ins Training kommen.
      Wenn euer Boxer draußen so dermaßen aufdreht, klingt das nach ganz schönem Stress. Für den Hund. Aber natürlich auch für euch.
      Die Frage ist: Welche Ursachen spielen da genau (!) mit rein?
      Ehrlich gesagt habe ich einen ganz anderen Tipp als Geduld. Die hilft nämlich nicht. Von alleine wird das garantiert nicht besser. Es liegt nicht am Alter. Nicht am Geschlecht. Und auch nicht an der Rasse. (Denken viele, und deshalb warten sie ewig, bis sie zu mir kommen.)
      Meine Tipps: (Entscheide dich zwischen zwei Möglichkeiten)
      Tipp Nr 1.
      1. Geduldig sein, im Sinne von ausblenden, und sich gar nicht genau damit befassen. Keine Fragen stellen. Ist halt so. Man darf dann aber wirklich nicht erwarten, dass sich was ändert. Ich kann ja nicht ein Auto mit leerer Batterie fahren, und hoffen, dass die sich von alleine wieder auflädt. Bzw. hoffen kann ich schon. Aber das wird nicht passieren! 😎 Genau so ist es beim Hund.
      Tipps Nr. 2: (und der hilft wirklich)
      2. Wirklich mal geduldig ganz genau hinschauen, und genau heraus finden, warum der Hund sich so verhält. Wie das Hundeverhalten zu deuten ist. Warum er solchen Stress hat. Und was fehlt, damit ihr draußen wirklich interessant für ihn werdet. Dafür ist das Starterpaket perfekt.

      Liebe Grüße

      Lina

  3. Hallo Lina, vielen Dank für Deine Antwort! Ich bin etwas erleichtert. Das mit Stress koennte schon stimmen. Vielleicht fordern wir zuviel von ihr. Oder die gesamte neue lebenssituation ist stressig für sie. Wir wissen nicht, wie sie vorher gelebt hat. Ich bin jedenfalls gespannt auf den Artikel. PS: Zwischen Training und Streicheln hab ich das Komma vergessen. Vg Iris

    1. Hallo Iris,

      achso. Ja, gut, was ein Komma alles bewirken kann. 😂
      Es gibt aber wirklich Leute, die ein Kontakttraining starten. Sie bringen dem Hund bei sich immer anfassen und streicheln zu lassen. Von sich selbst – und sogar von fremden Personen.
      Das ist natürlich Quatsch. Sogar dann wenn es um den entspannten Besuch beim Tierarzt geht. Aber viele wissen das nicht… Deshalb war meine Antwort gar nicht so abwegig. 😁
      Übrigens: Wenn du den Newsletter abonnierst, erfährst du auch immer von neuen Artikeln.
      Falls du das noch nicht gemacht hast: Es lohnt sich! Vielleicht ist die nächste Online-Schulung auch was für dich.😎
      Liebe Grüße
      Lina

  4. Hallo Lina, wir haben seit einem Jahr nun eine 3 jaehrige Huendin aus dem Tierschutz und bislang lief das Ankommen in der Familie gut. Sie wurde immer offener und das gemeinsame Spazierengehen, Training streicheln „lief gut“. Ich hab gelesen ueber Hundesignale, war nie grob oder so. Wir haben fangen gespielt. Gestern habe ich aber beim spaziergang einen Aussetzer gehabt , sie hat zweimal wieder von der Strasse etwas gefressen (macht sie total oft, gestern irgendwas größeres)hat gar nicht auf ruf oder aehnliches reagiert und ich bin wirklich wuetend geworden. Ich hab sie am Geschirr gepackt und sie musste den Rückweg im Fuß gehen. Heute schaut sie mich nicht mehr an. Ich habe angst ihr vertrauen verspielt zu haben, habe ein schlechtes gewissen und mache mir Vorwürfe. Was kann ich machen? Vg Iris

    1. Hallo Iris,

      es hört sich eigentlich weniger danach an, als wenn deine Hündin durch diese „Aussetzer“ komplett das Vertrauen verloren hätte. Sondern eher nach anderen Problemen, die verschleppt werden. Für den Hund ist der ein oder andere Aussetzer deinerseits, dann das „kleinste Problem“.
      Warum muss man Streicheln trainieren? Hat das nich was mit Nähe zu tun? Und sucht der Hund die nicht normalerweise vollkommen von alleine?
      Wieso frisst er überhaupt was von der Straße? Gerade, dass sie es in letzter Zeit öfter macht, spricht nicht für „Hunger“ und „Unerzogenheit“, sondern kann auf ganz andere Probleme, wie ein erhöhtes Stresslevel hinweisen…
      Muss man sich immer alles in Ruhe und absolut ganz genau anschauen.
      Hierzu werde ich demnächst einen Artikel veröffentlichen, den ich dann auch hier in der Antwort verlinke.

      Liebe Grüße

      Lina

  5. Hallo Lina,

    Wir haben eine 2 jährige Hündin.Sie war wohl bei einer Züchterin,die sie wegen ihrer schlechten Atmung nicht mehr benötigte. Wurde im Zwinger gehalten. Viele Dinge die mir unvorstellbar erscheinen. Sie ist wunderbar. Dennoch hört sie kein Stück.Und pinkelt überall hin. Mittlerweile „nur“ noch ab und zu aber dafür auf die Couch.
    Uns macht das wahnsinnig.
    Die Couch wird weichen müssen aber eine neue macht keinen Sinn wenn wir das Problem nicht sehr bald in den Griff kriegen.

    Zudem ist sie nicht abrufbar.
    Sie hört überhaupt nicht. Nicht an der Leine oder im eigenen Garten. Hilfe
    Was können wir tun?

    1. Hallo Jennifer,

      wenn ein Hund wirklich überhaupt nicht, oder eben nur gelegentlich „überhaupt nicht“ hört, hat das immer Gründe. Man muss sich dann immer fragen, warum der Hund nicht hört.
      Was die anderen Probleme betrifft: Die muss man sich noch viel genauer anschauen.
      Der Satz: „… wenn wir das Problem nicht sehr bald in den Griff kriegen“, ist eigentlich der Wichtigste.
      Ihr macht euch einen wahnsinnigen Druck (den sich da jeder machen würde, aber der hilft halt nicht). Und genau das ist das Problem.
      So „ätzend“ das auch ist: Man muss sich wirklich die Zeit nehmen, um genau und ganz sicher zu verstehen, warum der Hund das macht. Und (sorry, ich weiß, das will keiner hören), reichlich Zeit einplanen, damit sämtliche Probleme auch wirklich verschwinden.
      Und nicht nur kurz eingedämmt werden, oder sich – noch schlimmer – verlagern. Man muss also langfristig in einem Weg denken. Und nicht in einer kurzfristigen Lösung mit einem „To-Do“.
      Dafür ist das Starterpaket perfekt. 😉

      Liebe Grüße

      Lina

      Liebe Grüße

      Lina

  6. Hallo Lina,
    Ich finde deine Einstellung sehr gut und teile diese auf jeden Fall mit dir! Ich gehe so liebevoll mit allen Lebewesen um, wie ich kann und Versuche meine Liebe auch in meinem Handeln zu zeigen. Trotzdem stoße auch ich an meine Grenzen.

    Wir haben einen 6 Monate alten Flat Coated Retriever und er ist wirklich toll. Eine sehr sanfte Seele. Wir kuscheln zusammen, erleben draußen viel gemeinsam und er zeigt mir deutlich, dass er mich lieb hat, beim Kuscheln und beim Kontakt einfach so am Tag und ich denke,ich zeige es ihm auch sehr viel, durch kuscheln, spielen, kleine Mitbringsel ab und zu und liebevollen Blickkontakt.

    Ich Versuche immer so schnell wie es geht zu erkennen was er gerade möchte oder auch nicht möchte. Nur manchmal, da verstehe ich ihn nicht richtig und bin dann etwas überfordert, wenn er dann plötzlich anfängt zu rammeln und zu beißen. Ich habe das Gefühl, dass er irgendwie in der Situation überfordert ist, weiß aber dann nicht was ich machen soll. Es kommt so plötzlich einfach beim nebeneinander auf dem Sofa liegend am Abend. Dann Versuche ich erstmal kurz auf Abstand zu gehen und ihm Raum zu geben und mich zu sammelnn, aber er kommt immer wieder auf mich zu und beißt. Ich versuche ihn dann auch mit meiner Stimme ruhig aber klar Nein zu sagen, dass ich das nicht möchte. Dann stehe ich auf Versuche es nach kurzer Pause indem ich mich auf dem Boden mit ihm setze, weil denke, dass er auch irgendwie den Kontakt möchte, aber nicht genau weiß wie. Aber leider hilft das alles meistens nichts und meine letzte Reaktion ist dann den Raum zu verlassen, weil ich selber dann ratlos bin und das beißen inzwischen schon echt weh tut. Eigentlich möchte ich ihn in solchen Situationen ganz besonders auffangen und helfen, aber ich weiß einfach nicht wie…

    Auch beim Spaziergang hat er sich angewöhnt durch beißen zu zeigen, wenn er auf etwas keine Lust hat. Zum Beispiel wenn ihm Langweilig ist oder er einfach nur zurück möchte. Nur leider geht es nicht immer sofort so wie er es möchte.

    Ich mache mir Sorgen, dass ich durch genau diese Situationen das Vertrauen total zerstöre, obwohl ich mir so das Gegenteil wünsche. Hast du einen Rat für mich?

    Ganz liebe Grüße Michelle

    1. Hallo Michelle,

      von allen Retrievern die es gibt, ist der Flat Coated Retriever definitiv ein Hund, der zu den spezielleren Retrievern gehört.
      Du benennst ja im Wesentlichen mehrere Punkte.
      So was wie Leine beißen oder Zwicken sollte eigentlich gar nicht vorkommen. Auch nicht, wenn der Hund ein Welpe oder Junghund ist. Ich würde das deshalb nie als „Ist ’n junger Pflegel, und wird schon“ abtun.
      Was du schreibst klingt eher nach einem Hund, der gerne mal gefrustet ist, und gelernt hat: Forderungen stellt man besser gleich und mit ordentlich Nachdruck. (Hört ja sonst keiner.)
      Würde er wissen, wie und warum es anders besser geht, hättet ihr diese „Diskussionen“ nicht. Ich würde deshalb wirklich in Ruhe schauen, warum er das „nötig“ hat. Und was er brauch, damit er das nicht mehr nötig hat.
      Dafür ist das Starterpaket perfekt. Auch im Minikurs nimmst du einiges mit.
      Was ich nicht tun würde ist, wie ein verrückter nach Lösungen zu suchen, und mal rum zu probieren. Bei Frust hat man da nicht lange Spielraum. Auch nicht, wenn es sonst super läuft. Der wird nämlich groß. 😉

      Liebe Grüße

      Lina

  7. Hallo, Lina,
    Ich denke, ich mache es schon halbwegs richtig.
    Ich zeige meiner Hündin meine Liebe und sie zeigt mir ihre Liebe, indem sie mich anlacht, sich abends an mich rankuschelt, wohlige Töne von sich gibt…

    Sie ist ca. 9 Jahre, und ich hab sie vor über einem Jahr über einen TS- Verein aus Griechenland bekommen. Sie wurde dort gefunden an einem Fluss.

    Ich musste die Kleine bisher sehr „gängeln“ und wurde auch oft ärgerlich, wenn sie nicht hörte. Sie ist ein Beagel-und Schweizer Jagdhundmix. Wasser und Enten sind ihrs…

    Ich muss sie immer wieder gewaltsam an der (langen) Leine zurückziehen, wenn sie ans Wasser will, sie ist ganz wild darauf. Ich meide schon nach Möglichkeit die Wege.

    Und ich kann sie nicht mehr ohne Leine laufen lassen, Sie kam immer auf Ruf zurück, wenn sie nicht zu weit entfernt war, bekam auch immer ein Leckerli fürs Kommen. Und freute sich sehr. Doch dann plötzlich lief sie weg. Hörte aufs Zurückrufen nicht mehr und lief und lief…
    Und sie kam dann immer nicht wieder.

    Sie war schon auf der Autobahn, und einmal musste ich sie über 30 km entfernt abholen. Sie läuft auch über viel befahrene Strassen, hatte bisher immer einen Schutzengel. Zum Glück hat sie ihre Telefon Nr. am Geschirr, darum hab ich sie immer wieder bekommen.

    Und das nervt mich total, dieses Gängeln an der Leine.
    Ich würde sie sooo gerne wieder frei laufen lassen, sie braucht das, sie ist so temperamentvoll, übermütig und lauffreudig. Und es tut mir in der Seele leid, sie ständig an der Leine zurückziehen zu müssen. Bzw. Wenn sie rennen will, dass sie dann immer durch die Leine ausgebremst wird.

    Auch kann sie, wo Gebüsch ist, nicht schnüffeln, wie sie will, weil sich die lange Leine dann immer in den Sträuchern verfängt. Ich hasse das, und reagiere dann oft gereizt zu ihr, wenn sie nicht gleich auf Ruf zurückkommt. Auch nervt mich, dass ich sie nicht so laufen lassen kann, wie sie will…

    Ohne Leine könnte sie ja gern in die Büsche, aber, wie gesagt, sie wäre dann plötzlich wieder weg.

    Was kann ich tun? Kannst du mir raten? Ich wäre dir sehr dankbar. Sie ist so ein liebes Mädchen…

    Sei gegrüßt von Feni

    1. Hallo Feni,

      vielen Dank für deinen Kommentar.

      Liebevoll reagieren ist immer was, was Hunde sehr zu schätzen wissen. Von daher: Ja, da machst du sicher einiges richtig. 😉

      Tipps kann ich dir nur folgende geben:
      Grundsätzlich sind so Geschichten wie, auf jeden Reiz anspringen, an der Leine ziehen, weglaufen, jagen, ganz zu Schweigen von ewig weit weg laufen, ein absolutes No-Go. Ich kann absolut verstehen, dass dich das in den Wahnsinn treibt, und du da nicht mehr cool reagierst.
      Aber:
      Egal wie weit deine Hündin schon weg gelaufen ist, oder wie oft sie sich im Gebüsch verheddert:
      Mach dir klar, dass sie das nicht macht, um dich zu ärgern. Sondern weil sie ihre Gründe hat.

      Um wenigstens da auf der sicheren Seite zu sein, ist übrigens das Starterpaket da…

      Liebe Grüße

      Lina

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